Belletristik: SETI

Seit vielen Jahren läuft nun bereits das S.E.T.I. Projekt – die Suche nach Außerirdischem Leben. Doch seit S.E.T.I. der NASA angegliedert wurde, mehren sich die Fragen nach der Finanzierung und damit nach der Sinnhaftigkeit des Unternehmens. Ung gerade im Augenblick des Triumpfes kommt es in den Labors von S.E.T.I. zur Katastrophe. Die wichtigen Daten sind verloren. Nur auf einem Laptop sind die entscheidenden Informationen noch vorhanden, doch dessen Besitzer jedoch ahnt davon nichts.


S.E.T.I.37 Seiten (DinA 5)


SETI entstand in Anlehnung an das SETI@home Projekt, welches die Leerlaufzeiten privater und auch gewerblicher Computer für die Bearbeitung der vom Radioteleskop Serendip in Arcecibo/Puerto Rico gesammelten Daten nutzt.
Jeder kann sich die hierzu notwendige Software herunterladen und erhält dann Daten vom Radioteleskop,
die das Programm dann verarbeitet. Es funktioniert dabei als eine Art Bildschirmschoner, wird also in den
Leerlaufzeiten gestartet.
Seti ist überdies Teil der Serie Fiction&Facts.
Alle Stories dieser Reihe basieren auf wahren
Begebenheiten und realen Gegebenheiten, und dies bis ins
Detail. Zur Erläuterung finden sich jeweils am Ende des
Buches konkrete Erläuterungen zum Hintergrund in Form
von Zeitungsauschnitten oder sonstigen Notizen.

Dieses Buch ist Teil der Serie Fiction &
Facts, welche in einem Band herausgegeben wurde.
Der Band enthält neben Sebenta die Fiction&Facts Stories Genom und Sebenta.

Ausschnitt :
2

John A. Howard schrieb gerade seinen monatlichen
Bericht an den Aufsichtsrat von SETI, als das Bildtelefon
läutete. Howard war seit nunmehr bereits fünf Jahren
Präsident des globalen Forschungsinstitutes mit Sitz in
Houston. Das SETI-Programm war bereits vor mehr als 100
Jahren ins Leben gerufen worden, als loser Verbund
verschiedener Programme an Universitäten und Instituten1.
Nachdem es im Jahre 2025 endgültig an die NASA
angegliedert worden war, entstand gleichzeitig eine
eigene Abteilung mit einem größeren, festen
Mitarbeiterstamm. Zuvor war SETI beinahe ausschließlich
auf privates Geld und freiwillige Mitarbeiter angewiesen.
Die Aufgabe von SETI war bereits in der Namengebung
verinnerlicht : Search for Extra-Terrestial Intelligence
– Suche nach außerirdischer Intelligenz.

Bereits im 18. Jahrhundert wurde die Kontaktaufnahme zu
außerirdischen Intelligenzen diskutiert. Doch erst Ende
des 20. Jahrhunderts stand den Forschern mit der
Radioastronomie ein geeignetes Mittel zur detaillierten
Erforschung des Universums zur Verfügung. Die weltweite
Vernetzung von Radioteleskopen und Observatorien
ermöglichte seiner Zeit erstmals eine kontinuierliche
und umfassende Beobachtung des Sternenhimmels nach
Radiosignalen, die auf eine extraterrestrische
Intelligenz hinweisen könnten.

Howard öffnete seufzend die Verbindung. Auf dem kleinen
Monitor erschien das Bild von Mark Andropov, einem seiner
engsten Mitarbeiter.
"Hallo Mark!"
"Guten Tag, Mister Howard." Andropov ließ sich
nicht von seiner formalen Haltung abbringen. Howard hatte
es oft genug versucht. Er wartete und Andropov fuhr fort.
"Eine wichtige Meldung aus Arecibo, Sir."
Howard bemerkte Andropovs Nervosität und wurde ebenfalls
unruhig.
"Was denn?", rutschte es ihm heraus, obwohl ihm
diese Äußerung unangebracht erschien.
"Wir haben ein SETI-positiv!"

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